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Wie die Immobilienblase in Irland platzte

21. Juni 2013 0
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Mittlerweile gibt es in Irland fast dreitausend Geisterstädte. So werden in Irland Siedlungen genannt, welche nicht zu mehr als der Hälfte fertiggebaut wurden. Es soll über 300’000 solcher Häuser geben. Deren Besitzer bleiben darauf sitzen, da das “schöne” Eigenheim nichts Wert ist. Wie konnte es dazu kommen?

Wer sind die Schuldigen an der Immobilienkrise in Irland?

Die Bilder ähnelten sich auf den vielen irischen Baustellen ab 2008. Plötzlich waren die Bauarbeiter verschwunden. Aus den geplanten schicken Einfamilienhäuser oder Wohnbauten wurden mehr und mehr verlassene, unfertige Bauten. Bauschutt blieb liegen, offene Kanalisationsrohre liegen brach, Stromleitungen sind nicht fertig eingezogen, Wasseranschlüsse reichen nur bis knapp oder nicht bis zum Haus. Was ist passiert, wer hat zu dies zu verantworten. Schuld sind Banken und Lokalpolitiker welche beide in ihrer endlosen Gier die Immobilienkrise in Irland ausgelöst hatten. Die Politiker wandelten landwirtschaftlich genutztes Land in Wohnland um. Meistens floss dabei Geld unter der Hand. Die Banken trugen ihren Teil dazu bei in dem sie Kredite an alle und jene vergaben, oft ohne sich gross um die Bonität des Schuldners zu kümmern. Wichtig war, dass gebaut und so Geld in die Wirtschaft gepumpt wurde. Das bekannteste Beispiel ist der Wohnkomplex Priory Hall in einem Stadtteil von Dublin.

Auslöser der Bankenkrise

Im Jahr 2006 betrug die Wertschöpfung der Bauwirtschaft noch 10,3% der Gesamtleistung. 2011 waren es noch 2,8%. Dies sind nur die nackten Zahlen. An den Bedürfnissen wurde in der Boomzeit gnadenlos vorbeigebaut. Mit tiefen Zinsen und Steuererleichterungen der Regierung wurde der Konsum gefördert. Die Banken ihrerseits vergaben noch so gerne Hypotheken, obwohl sie nicht über ausreichend Eigenkapital verfügten. Mit den steigenden Zinsen konnte schon bald einmal nicht mehr jeder der Eigenheimbesitzer den Kredit abbezahlen. Die immer häufiger werdenden Kreditausfälle konnten die Banken – eben wegen dem fehlenden Eigenkapital – nicht abfedern. Was dies für die Menschen bedeutet, welche zur Boomzeit Häuser gekauft hatten kann man sich kaum vorstellen. Zu Hunderten sitzen sie nun da auf ihren Ruinen. Häuser welche nie fertiggebaut werden, aber die Besitzer müssen weiter die Kredite dafür abstottern. Mittlerweile ist man zur Kenntnis gelangt, dass leerstehende Häusersiedlungen wohl dereinst einfach mit dem Bulldozer plattgemacht werden.

Cottage Dieses irische Cottage mit traditionellem Strohdach ist längstens abbezahlt

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