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Unser Haus in Irland – alles im grünen Bereich?!

31. Januar 2015 6

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Träumst du nicht auch manchmal davon nach Irland auszuwandern oder umzuziehen um dort einige Zeit leben? Wenn ja wirst du dich ziemlich rasch mit der Frage beschäftigen müssen in welche Region es dich zieht. Da uns Cork sehr gut gefällt und es hier, gerade für deutschsprachige, auch Jobs gibt fiel uns die Entscheidung für dieses County relativ leicht. Schwieriger wird es schon bei der Frage, ob man eher auf dem Land oder in der Stadt oder einer Ortschaft leben möchte. Jeder mit dieser unvergleichlichen Sehnsucht nach Irland wird sich denken, dass diese Frage relativ leicht zu beantworten ist. Natürlich möchtest du in einem grossen Haus im Grünen fernab der Zivilisation wohnen, oder?

Nun, dies hat auch seine Tücken. Ein Auto ist fürs Landleben natürlich eine absolute Pflicht. Soweit klar. Öffentlichen Verkehr gibt es zwar, aber logischerweise ist nicht jeder Weiler damit erschlossen. Eigentlich sind sogar die grösseren Ortschaften untereinander schlecht verbunden. Ein gutes, zuverlässiges Auto zu einem fairen Preis zu kaufen ist schon mal schwierig. Dazu sind hier die Fahrzeugsteuern, je nach Motorleistung, und die Fahrzeugversicherung ein relativ teuerer Spass. Trotzdem können wir uns in unserem Fall ein Auto leisten. So kann ich Morgens bequem zur Arbeit fahren und Abends zurück. Derweil fährt meine Frau ins Dorf einkaufen und sonstige Erledigungen machen… Hmmm, halt! Dies würde Funktionieren – mit einem Zweitwagen… Will heissen ohne einen – nein zwei – fahrbare Untersätze läuft auf dem Land gar nichts. Siehst du, schon haben wir den ersten Nachteil vom Leben auf dem Land herausgefunden.

Als weiteren grossen Nachteil empfinde ich, dass die Cottages oder eben Landhäuser relativ schlecht beheizbar sind. Zumindest uns geht es so. Die Heizkosten bei nächtlichen Außentemperaturen von um die Null grad werden exorbitant hoch sein. Um es nur einigermassen Warm zu haben wird Fergal, unser Heizöllieferant, des Öfteren bei uns vorbeischauen und einige hundert Liter Öl in den Tank pumpen müssen. Auch der Elektrizitätsverbrauch ist in einem so grossen Haus wie wir es gemietet haben nicht zu unterschätzen. Wer sich die Miete für ein grosses Haus, die Heiz- und Nebenkosten sowie zwei Autos leisten kann der wird auf dem Land definitiv sein Glück finden.

Ich möchte auch die Vorteile des Landlebens erwähnen. Diese Zeilen schreibe ich für dich während wir vor dem wärmenden Kaminfeuer sitzen. Neben dem Knistern des Feuers hören wir ab und an wie der Wind um die Ecken pfeift und sonst – nichts. Stille. Während früher, in der alten Heimat, in der Wohnung am Stadtrand der Autoverkehr praktisch 24 Stunden am Tag zu hören war, ab und an uns die Feuerwehr mit dem Martinshorn unterhielt, der Nachbar seine neuste Klassik-CD vorspielte oder die letzten Böller vom Silvester abfeuerte, herrscht hier einfach Stille. Ich finde dies wunderbar. In unserer lauten Welt einen Ort zu haben an welchem du dich einfach zurücklehnen und deinen Gedanken ohne Nebengeräusche freien Lauf lassen kannst. Hier draussen, fernab der Zivilisation, herrschen die Naturgesetze zwar wie Überall sonst. Nirgends bekommst du Wind und Wetter so zu spüren wie hier. Ist es nicht das, was Irland für viele Menschen so faszinierend macht? Das Spüren der Naturgewalten, das Erleben der Freiheit und Unabhängigkeit?

Ein Panoramabild erstellt an einem kalten Wintermorgen. Ein Panoramabild erstellt an einem kalten Wintermorgen.

Morgens aufzuwachen, aus dem Fenster zu blicken um Meilenweit über die grünen Hügel blicken zu können – dies hat was! Früher konnte ich – zwischen den Häusern hindurch – zur nächsten Bergkette sehen. Das ist auch schön. Aber irgendwie schränkt es mit der Zeit deinen Horizont ein. Die Weitsicht und der Sinn für das Wesentliche gehen in unserer schnelllebigen Zeit sowieso verloren. Hier draussen scheint die Zeit einfach Still zu stehen. Die Tasse Kaffee wird nicht dazu genutzt die Zeit zu verkürzen, damit der Herr Gates sein Windoof XY auf starten lassen kann, sondern damit du dich auf die Aufgaben des Tages konzentrieren kannst. Oder dir Zeit für Müßiggang nimmst. Oder einfach den Augenblick geniesst.

So sagt das Herz nach wie vor Ja zum Landleben, aber der Verstand wird uns früher oder später zurück in die Zivilisation treiben. Das macht aber nichts. Die Annehmlichkeiten, welche ein Dorf bietet, sind auch nicht zu verachten. Zudem ist, wer einige Gehminuten vom Dorfkern entfernt wohnt, trotzdem bereits im Grünen und für Ruhe und Freiheit sorgt ein Spaziergang an der Küste oder über die endlos erscheinenden Hügel von West Cork.

Um zur Ausgangsfrage zurück zu kommen, ob alles im grünen Bereich ist? Natürlich. Von den angedeuteten Schwierigkeiten abgesehen kann ich schon nach knapp einer Woche das Fazit ziehen, dass sich dieses Projekt so oder so lohnen wird. Die Grüne Insel hat nicht auf uns gewartet, aber uns mit offenen Armen empfangen.

Dies der Start zu meinen Notizen von der Grünen Insel. Zu Beginn etwas nachdenklich oder meinetwegen philosophisch angehaucht. Bald auch mit lustigen, komischen, skurrilen, einfach irischen und persönlichen Erlebnissen und (Alltags)-Geschichten, welche es hier zweifelsfrei zu Erleben geben wird. Um nichts zu verpassen solltest du dich unbedingt für den Newsletter anmelden. Dieser erscheint alle 14 Tage, jeweils am Montag um Punkt 19.00 Uhr.

 

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6 Kommentare

  • Wow. Ihr seid nach Irland gezogen. Toll! Toll! Toll!
    Das möchte ich eines Tages auch.

    1 Jahr habe ich dort ja schon mal gelebt..und habe mein Herz verloren.

    Allerdings kommen die Erinnerungen zurück..an die kühlen Häuser..in denen meine Klamotten jeden morgen klamm waren. Das habe ich gehasst. Dabei wohnte ich nicht mal im Cottage sondern in einem modernen Steinhaus.

    Der Kamin war bei uns auch im Sommer jeden Abend an. Hach herrlich.

    Wenn es irgendwann soweit sein sollte, würde ich gern in den Westen ziehen. Wobei auch der Süden durchaus seine Vorzüge hat.

    Cork selbst hat mir nicht so zugesagt. Aber wenn es dort Arbeit gibt. :)

    Ich wünsche euch eine tolle Zeit! Habe mich auch direkt für den Newsletter angemeldet. Bin super gespannt.

    Viele liebe Grüße! Janine
  • Hey Janine, ja jetzt leben wir schon 5 Monate hier. Wie die Zeit vergeht. Ich kann mir momentan sehr gut vorstellen noch lange hier zu bleiben. Wir haben in unserem Haus das Glück, dass es zwar oft relativ kühl ist aber dafür trocken. Klamme Klamotten hatten wir bis jetzt noch keine. Das kann ich auch gar nicht abhaben! Der Kamin wird ab und zu mal eingeheizt - auch im Sommer. Sei es nur um Papier zu verbrennen, oder um effektiv etwas zu heizen. Am 1. Juni war es extrem kühl und regnerisch. Da wird es drinnen schon mal 18 Grad und wenn du nur vor dem TV sitzt ist's relativ kühl. Der Westen gefällt uns natürlich auch sehr gut. Ich hatte mir auch vorstellen können so um Galway herum zu wohnen. Jobs für Einsteiger sind dort aber nichts so in rauhen Mengen vorhanden. Ausser du hast gute Erfahrung in SAP. Deutschsprachige mit SAP-Kenntnissen sind sehr gefragt, da in Galway ja ein grosses Center von SAP ist. Cork City ist einge gemütliche Stadt, sehr international, viele Studenten und Junge. Wir wohnen ca. 35 Minuten von der Stadt entfernt, sehr ländlich. Mir gefällt diese Gegend mit den vielen grünen Hügeln extrem gut. Wir sind auch schnell in West Cork und an der Küste sowieso. Grüne Grüsse, Reto
  • Hey, euer Haus sieht ja klasse aus. Auch wir wollen nächstes Jahr nach Irland auswandern und auch ich will unbedingt aufs Land und ein Haus in diesem Stil (zuerst mal) mieten. Wie waren denn die Anmietbedingungen? Habt ihr das Haus über daft.ie gefunden? Wieviele Häuser habt ihr angeschaut, bis ihr euer Haus gefunden habt? Ganz liebe Grüße, Bettina
  • Hallo Bettina! Das Haus ist in der Tat Klasse und ist auch schön ruhig gelegen. Die Umgebung ist wunderschön. Wir sehen über die Hügel bis nach Kinsale in der einen Richtung, bis nach Cork in der Anderen und hinunter bis nach Bandon. Wie du richtig sagst sind wir hier zur Miete. Hmm und man könnte es so beschreiben. Aussen Hui, Innen Pfui. Nein so schlimm ist es nicht. Die Innenausstattung lässt halt zu wünschen übrig. Irische Häuser werden ja meist möbliert vermietet und da ist der Standart halt dann nicht so dolle. Das Haus haben wir über Daft gefunden. Ihr benötigt ein Schreiben eurer bisherigen Vermieter und ein Schreiben eurer Bank (Referenz, respektive das ihr gute Kunden bei eurer Hausbank seid). Das Ganze natürlich auf Englisch. Dazu noch eure Passkopien. Mit diesen Unterlagen kannst du dich auf freie Miethäuser bewerben. Es macht sich sicher gut, wenn du diese Unterlagen gleich beim ersten Kontakt mitschickst. Wir haben es bei "unserem" Haus so mit Erfolg gemacht. Tja, und ehrlich gesagt. Wir haben gar kein Haus angeschaut... Nicht mal dieses. Eine Entscheidung aufgrund 5 Bildern, vielen SMS und einigen Telefongesprächen. Der Zeitplan hat lange Besichtigungen nicht zugelassen. Ich weiss nicht, ob ich dies nochmals so machen würde. Trotz allen Abstrichen hier, haben wir es trotzdem noch gut getroffen. Es hätte auch anders ausgehen können. Wir schauen uns immer etwas auf dem Markt um. Vieles ist dann wirklich ganz schlechter Standard. Unser Autoverkäufer meinte einmal, in vielen Wohnungen würde er nicht mal seine Katzen wohnen lassen wollen... In welche Region zieht es euch? Hier in Cork ist es extrem schwierig eine Mietwohnung zu bekommen. Deshalb sind wir froh hier sein zu können und alles in allem fühlen wir uns auch wohl. Grüne Grüsse, Reto
  • Hallo Reto,

    schön zu lesen, daß ihr gut angekommen seid und euch scheinbar schon ein wenig einleben konntet!
    Das "Häuschen" sieht super aus... und der Ausblick erst...
    Vor allem siehts bei euch richtig grün aus, während bei uns alles in weiß daliegt... Brrrr!
    Oder habt ihr zwischenzeitlich auch ein bißchen "Puderzucker" abbekommen?

    Freue mich schon auf deine Alltagsgeschichten aus Irland!

    grüne Grüße
  • Hallo Freddy, ja das Haus ist wirklich riesig. Ich kann es immer noch nicht fassen in solch einer Hütte zu hausen :-) Gestern Morgen hat es etwas geschneit und weite Teile von Cork mit "Puderzucker" überzogen. Gegen Mittag war dann plötzlich strahlend blauer Himmel und dies hält bis heute an! Dafür ist es in der Nacht saumässig kalt. Bis -4 Grad wurden gemeldet, was für diese Region doch schon sehr kalt ist. Frostige und trotzdem grüne Grüsse, Reto

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